Liebe Patientinnen und Patienten,
wegen der aktuellen gesetzlichen Änderungen im Gesundheitssystem können wir Ihnen zukünftig die Hautkrebsvorsorge als Kassenleistung in unserer Praxis nicht mehr anbieten.
Es ist noch unklar, ob die Vorsorgeuntersuchung komplett abgeschafft wird. In jedem Fall müssten wir als dermatologische Praxis aber diese bisher extrabudgetäre Leistung zukünftig zu Lasten anderer Leistungen in der Praxis erbringen. Das würde dazu führen, dass wir unsere wichtigste Arbeit, wie etwa die Operation von Hautkrebs, nicht mehr kostendeckend durchführen könnten.
Wir bedauern diese Umstände sehr, haben jedoch keine vernünftige andere Wahl. Wir geben die Berechtigung zur Abrechnung der Vorsorge zum 01.01.2027 zurück, um schwerwiegende Einbußen zu vermeiden, die nach unserer Analyse die Existenz der Praxis gefährden würden.
Selbstverständlich stehen wir allen unseren gesetzlich versicherten Patienten weiterhin zur Verfügung, wenn es darum geht, einzelne auffällige Muttermale zu begutachten, oder nach einer Tumorerkrankung die notwendige Nachsorge für Sie (für den gesetzlich bezahlten Zeitraum) ggf. ohne Zusatzkosten zu organisieren.
Als Ihre Hautärztinnen und Hautärzte, denen eine gute und umfassende Vorsorge ein echtes Anliegen immer war und weiterhin ist, werden wir Ihnen in Zukunft ein hochmodernes, KI-gestütztes und mit einer vollständigen Kartographie der Hautveränderungen an Ihrem Körper verbundenes Hautkrebs-Screening anbieten.
Dieser Weg stellt den wissenschaftlichen Top-Standard dar und bietet Ihnen damit die höchstmögliche Sicherheit zur Früherkennung von Hautkrebs. Die gesetzliche Krankenkasse bietet diese moderne Untersuchung nicht an, sie ist eine Privatleistung (IGeL).
Allen unseren Patientinnen und Patienten, die eine solche Untersuchung nicht in Anspruch nehmen möchten, werden wir eine Routineuntersuchung wie früher anbieten, allerdings auch wegen der genannten Umstände als reine Privatleistung.
Wir gehen davon aus, dass Ihr Hausarzt / Ihre Hausärztin die einfache Vorsorge als Kassenleistung alle 2 Jahre weiterhin anbieten wird, wenn es sie zukünftig noch gibt. Allen, die keine fachärztliche Privatleistung in Anspruch nehmen wollen, empfehlen wir, diese Möglichkeit für sich zu prüfen.
Nach 20 Jahren gesetzlicher Hautkrebsvorsorge fällt es uns schwer, die politisch verursachten Probleme an Sie weiterzugeben. Dennoch freuen wir uns darauf, Ihnen jenseits versicherungstechnischer Einschränkungen in Zukunft Hautkrebsvorsorge auf allerhöchstem fachärztlichen Niveau anbieten zu können.